Schädlinge - Ratten

Auftreten

Wanderratten, auch Rattus Norvegicus genannt, sind Nagetiere, die weltweit vorkommen und für bodenständige Nestbauten bekannt sind. Sie bewohnen die Kanalisationsbereiche und kommen ebenfalls in und um Böschungsgebieten, an Grünflächen sowie an naheliegenden Wasser- und Waldrandgebieten vor.

Sie leben in Rudeln, verfügen über einen sehr raschen Bevölkerungsaufbau und sind als Allesfresser bekannt. Getreide, Samen, sämtliche Süßigkeiten, sowie andere Lebens- und Futtermittel mit tierischen Herkunftsstoffen zählen zu ihren täglichen Nahrungsquellen. Ebenso fressen Ratten auch kleine Tiere und gelegentlich Aas. In einem ausgebreiteten Gebiet, in dem sich die Ratten resident fühlen (heimisches Gefühl) können sie sich sogar zu Nahrungsspezialisten hervorheben.

Pro Wurf werden ca. 7-9 Jungtiere gebärt, dies in der Regel 2-3 mal pro Jahr. Sie zeichnen sich durch sehr gute Schwimm- und Kletterfähigkeiten aus, stechen darüber hinaus über sehr schüchterne Verhaltensweisen und vor allem durch Nachtaktivitäten heraus. Sie legen am Tag mehrere Kilometer zurück, um zum einen ihr zu verteidigendes Revier auszubauen und zum anderen auf Nahrungssuche zu gehen. Dafür suchen sie bekannte Futterstellen auf, nehmen gewohnte Laufwege, um sämtlichen Gefahrenpotenzialen auszugrenzen.

Ratten besitzen ein sehr schnelles Lernvermögen, weswegen sie keine unnötigen Risiken sowohl bei der Nahrungssuche als auch bei der Revierverteidigung auf sich nehmen.
 

Rattenbefall erkennen

Folgende Anzeichen bestätigen einen Rattenbefall:

  • Rattensichtungen
  • Kot- und Urinspuren (Kot ca. 8-15mm groß, bananenförmig)
  • bei starkem Befall extrem dominanter, drückender Geruch
  • Trittspuren (z.B. im Staub mit Schwanzabdruck, im Gras)
  • Fettspuren an Wandränder
  • materielle Schäden (Lebensmittel angenagt, Schäden an Kabelleitungen, Installationsgeräten, Stromkästen, Schäden an Gebäuden, wie Durchschlupfmöglichkeiten, Eintrittmöglichkeiten, fehlender Türbesen)


Organisatorische Maßnahmen, die eine Bekämpfungsmaßnahme einleiten

Zuerst einmal muss der Befall festgestellt werden, d.h. dass entweder die Nager gesichtet, Kot- und Urinspuren festgestellt, Lebensmittel angenagt oder bauliche Schäden (Löcher an Außenfassade, Kanalschäden, etc.) festgestellt worden sind. Der nächste Schritt wäre den Befall den Verantwortlichen (Hausverwaltungen, Hauseigentümern, sozialen Einrichtungen) zu melden und dies einer professionellen Schädlingsbekämpfungsfirma weiterzuleiten. Hierfür stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung, gerne beraten wir Sie auch am Telefon für erste, wichtige Informationen.

Sind folglich alle bekämpfungsrelevanten Informationen bei der Schädlingsbekämpfungsfirma, wird ein Termin zwecks Objektbesichtigung mit den Verantwortlichen vereinbart, um individuell und auf das jeweilige Objekt spezifisch, die Bekämpfungsmaßnahmen einzuleiten.

Hierzu stehen wir immer in sehr engem Kontakt sowohl mit den Befallsbetroffenen als auch mit dem Auftraggeber, da Kommunikationsaustausch von großer Relevanz ist.

Des Weiteren werden sämtliche Befallsursachen von uns ermittelt und direkt nach der Bekämpfungsmaßnahme an die Verantwortlichen weitergeleitet, um den Befall so schnell es geht einzustellen. Zusätzlich bieten wir Ihnen gerne Präventionsmaßnahmen an, die einem Befall vorbeugen.


Rattenbefall – Wie geht`s nun weiter?

  1. Rattenbefall melden
  2. Auftrag erteilen
  3. Terminabsprache mit Firma Noplex Schädlingsbekämpfung & Hygienemanagement
  4. Dokumentation gemäß gesetzl. Vorgaben
  5. Präventionsmaßnahmen/Nachsorge
  6. Service-Angebote zur kontinuierlichen Schadnagerabwehrmaßnahme

 

Rattenbekämpfung

Hierbei muss das komplette Befallsareal inspiziert, bekämpft und mögliche, vorhandene bauliche Mängel fest- und eingestellt werden. Das entsprechende Objekt wird sowohl von Innen als auch von Außen inspiziert. Für die Rattenbekämpfung werden im Außenbereich individuell Rattenköderstationen, die fest abgeschlossen, kindersicher und für Nutztiere nicht zugängig sind, entlang der Laufwege am Gebäude befestigt.

Bei einem Rattenbefall im Innenbereich können Schlagfallen eingesetzt werden, dies ist jedoch vor Ort von einem sachkundigen Schädlingsbekämpfer individuell und objektabhängig zu entscheiden. Bei hochsensiblen Bereichen oder in der Gastronomie ist im Falle eines Rattenbefalls im Innenbereich der Schlagfalleneinsatz notwendig.


Eine Dokumentation wird vor Ort ausgeführt. Die Dokumentation beinhaltet:

  • Name des verantwortlichen, fachkundigen Service-Technikers inkl. Datum, Ort
  • Wirkstoffeinsatz/Präparat inkl. Gegenmittel
  • Lageplan über die Rattenstationen
  • Hinweis zur Nachkontrolle = Terminvoraussicht 10-14 Tagen
  • bei Schlagfalleneinsatz sind regelmäßige Kontrollen erforderlich
  • Sicherheitsdatenblätter
  • Aufklärung des Kunden über Wirkungsweise der Präparate
  • Bericht über Objektlage inkl. möglicher Zuwanderungsmöglichkeiten (bauliche Mängel einstellen)


Bereits bei der Erstbekämpfung werden von uns fachkundig die Objekte individuell auf bauliche Mängel inspiziert, Gefahrenanalysen spezifisch erstellt, inwiefern die Objekte von äußeren Faktoren beeinträchtigt wird.
 

Mögliche Faktoren von Außen können sein:

  • Objektlage (Waldrandnähe, in der Nähe von Wassergebieten)
  • Alter des Gebäudes (mögliche bauliche Mängel vorhanden)
  • permanente Nagerzuwanderung
  • lebensmittelverarbeitende Betriebe (Anlieferung von Waren)
  • klimabedingte Faktoren (erhöhte Einwanderungsgefahr der Schadnager im Frühjahr und Herbst für den sicheren Nestbau im Trockenen, geschützt vor Konkurrenten)


Behandlungsintervalle

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ist nach der Grundbekämpfung eine kostenpflichtige Zweitbekämpfung gesetzlich vorgeschrieben. Eine Nachkontrolle setzt somit nach ca. 10-14 Tagen ein, um die Gefahr einer Resistenzbildung vorzubeugen.

Sollte bei der Abschlusskontrolle keine Rattenaktivitäten festgestellt werden, so ist das Ködermaterial durch einen Schädlingsbekämpfer zu entnehmen und durch ein nicht‑wirkungsweises Präparat (nicht giftig = Non-Tox) auszutauschen.

Einsatz der Schädlingsbekämpfungsmittel: Antikuagulantien in fest verschlossenen Köderstationen

Grundsätzlich empfiehlt sich die Einrichtung eines Monitoring-Systems, welches die jeweiligen Objekte permanent überwachen soll. Somit wäre einer starker Befallsausbreitung innerhalb kürzester Zeit vorzubeugen.